Alles in einer Reihe - Laubarbeiten im Weinberg
"Eigentlich nicht schlimm", könnte man meinen. Der Winzer geht jedoch im Weinberg durch jede einzelne Rebzeile und biegt per Hand die grünen Triebe des Rebstocks hinter die Drähte, an denen die Triebe weiter zur Sonne wachsen sollen.
Im Bild (klicken zum Vergrößern) sind die beiden Führungsdrähte farbig markiert. Dazwischen soll der Wein weiter in die Höhe wachsen.
Der Grund ist: das Laub der Triebe wird für das Wachstum und den späteren Reifeprozess gebraucht. Nur wenn der Weinstock über ausreichend Laub verfügt, kann durch die Fotosynthese der Blätter der Zuckergehalt der Trauben auf natürlichem Wege am Stock gebildet werden. Gleichzeitig wird während des Reifeprozesses der Trauben auch die Weinsäure abgebaut.
Die Triebe jedoch einfach in die Reihen wachsen lassen ist nicht möglich. Die Triebe würden irgendwann zu schwer werden und abbrechen, vor allem, wenn die Triebe durch Hageleinschlag beschädigt wurden.
Also heißt es: biegen, biegen biegen ... so lange, bis im Weinberg wieder Ordnung herrscht (siehe oben stehendes Bild.)




